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Freds Tagebuch #22

Eintrag #22 Mein Tagebuch, von Frederick Usiku Krüger






Normalerweise bin ich sehr gut darin, Haltung zu wahren. Der Welt eine emotionslose Fassade zu zeigen, hält Leute davon ab, Schwächen in meinem Charakter zu finden und auszunutzen. Wenn diese Leute deine empfindliche Stelle finden, dann werden sie keine Gelegenheit auslassen Dich aufzuziehen. Deshalb muss ich ruhig und cool bleiben, sonst haben sie mich.


Diese Sorgfältige Hülle der Unnahbarkeit hat mir den Spitznamen "felsenfester Freddy" eingebracht und auch den widerwilligen Respekt sowohl von Feinden als auch von Freunden.


Deshalb widerstrebt es mir, eine besonders peinliche Episode zu offenbaren, in der ich meine Ruhe komplett verloren habe. Um die Sache noch schlimmer zu machen, geschah es vor der Fürstin.


Und sie war das Ziel.


Ich habe schon früher die monumentale Unordnung erwähnt, die ich vorfand, als ich mit der Aufgabe begann, die Bücher zu bereinigen -- es gab keine "Bücher", nur Kisten voll mit losem Papier von denen einige Generationen zurückreichten, unterzeichnet von und im Auftrag von lange verstorbenen Leuten denen noch immer Geld geschuldet wurde mit Wucherzinsen. Ich brauchte Jahre, die Papiere auszusortieren, die die Regierung von Rackenroon betrafen. Ich hatte unter dem Eindruck gearbeitet, daß das Land nur unter Vernachlässigung und Missmanagement litt und daß, sobald ich alles einsortiert hatte, die Dinge in Ordnung zu bringen, so einfach wäre, wie wenn man einen Elefanten Bissen für Bissen verspeisen würde, bis er verschwunden wäre. Als die wahren Ausmaße des Problems ans Licht kamen, hatte ich ein Gefühl, als müsste ich versuchen, den Kilimandscharo mit einem Teelöffel zu versetzen.


Als Rechnungsprüfer des Herzogtums von Rackenroon, lag es an mir Ihre Hoheit von den Problemen in Kenntnis zu setzen, vor denen ihr Land stand, und zu versuchen eine Lösung zu finden sie zu beheben.


Das größte Problem war allerdings die Fürstin selbst.


Es wäre nicht ausreichend zu sagen, sie wäre kriminell vernachlässigend. Ich glaube "grauenhaft Inkompetent" trifft es eher, zusammen mit der Impulskontrolle eines Kleinkindes und einem Sinn für Verantwortung, der dazu passt. Vervollständigt wurde das Problem von einer Reihe Ratgeber, die jeder Marotte nachgaben, um sich daran selbst zu bereichern und Du hast das Rezept für eine Kleptokratie.


Die Liste der Mißstände war schockierend. Baustoffe kamen abhanden, um in Luxushäusern ihrer Beamten zu erscheinen. Rechnungen blieben unbezahlt. Projekte für öffentliche Arbeiten wurden ausgehungert. Kredite wurden nicht bedient. Großzügige Geschenke an Freunde und Unterstützer. Verfallende Infrastruktur. Keine nennenswerte Industrie mit Arbeitsplätzen außerhalb des Militärs. Unzureichende Besteuerung, oder Steuereinkünfte, die nicht verbucht wurden. Grottenschlechte Versorgungslinien resultierten in häufigen Versorgungsengpässen. Ein boomender Schwarzmarkt versorgte eine halbkriminelle Unterklasse der unglücklichen, verarmten Bürger, während die Elite der Brigade herumstolzierte, wie Gottes Geschenk an die Welt und die Ordnung durch Terror aufrechterhielt. Und alle unter dem Deckmantel beteiligter Parteien die für das "fun" in "Disfunktional" standen.


Der irrste Teil war, daß die Söldneraktivitäten der Hyänen Brigade Geld mit vollen Händen hereinbrachten, aber nichts von dem Geld wurde in das Land investiert -- es verschwand in den Taschen der Oberklasse, die meinte, es gehörte ihr, weil sie es verdient hatte. Hyänen halten nicht viel von "teilen".


Es gab noch ein zusätzliches Problem, eines mit noch größeren potentiellen Konsequenzen, was, wie ich mit wachsendem Schrecken erkannte, bisher so lange völlig unerkannt existierte, daß es jede Facette des Lebens in der Maramasai durchdrungen hatte, wie ein versteckter Sprengsatz, der nur einen einzelnen Auslöser benötigte, um zu explodieren. Und mit der ungelösten Erbfolge in Rackenroon, hatte ich das Gefühl, meinen Finger am Auslöser zu haben.


Die Maramasai ist ein Söldnerstaat. Der Großteil ihres Einkommens stammt aus dem Vermieten ihrer Brigade um Schlachten für andere Länder zu schlagen. Jeder Einheit der Brigade steht es frei einen Vertrag abzuschließen, so lange ein Teil des Erlöses an die Schatzkammer der Königin geht. Der Rest wird zwischen der Brigade und der Fürstin aufgeteilt, der die Einheit dient.


In den alten Tagen überflutete dieses System die Maramasai mit Geld, aber der Krieg ist nicht mehr so profitabel, wie er früher war und die Brigade ist inzwischen so erfolgreich, daß die Leute eher aufgeben, als zu kämpfen, sobald sie herausfinden, daß sie es mit der Brigade zu tun hatten. Aber die Gewohnheiten, die sich in den alten Zeiten herausgebildet haben, verschwinden nicht so einfach und die Ausgaben haben die Einnahmen längst überholt.


Um es noch schlimmer zu machen, hat jede Einheit eine Klausel in ihren Verträgen, wonach ihre Klienten einen Vertrag gegenseitiger Unterstützung unterzeichnen müssen, der dazu gedacht war, frühere Klienten davon abzuhalten, uns in den Rücken zu fallen, wenn wir uns aus ihrem Land zurückziehen, der aber mit der Zeit ein Netz von Allianzen geschaffen hat, der dutzende von Nationen dazu bringen könnte, in den Krieg zu ziehen, falls jemals ein Bürgerkrieg in der Brigade ausbrechen würde.


Genau so ein Katalysator zieht herauf. Die Clans der beiden potentiellen Erben Ihrer Hoheit -- und die Brigadeeinheiten, die ihnen loyal sind -- haben geschworen, Rackenroon mit Gewalt einzunehmen, sollte die Fürstin keinen Erben auswählen; und welcher Erbe auch immer übergangen würde, wird zweifellos versuchen, den Thron demjenigen abzuringen, der erwählt wurde. Falls die Lily Garde und die Schwarze Wacht zu kämpfen beginnen, dann werden ihre Verbündeten in der Maramasai ihrer jeweiligen Seite zu Hilfe eilen und daraufhin Gefallen und Versprechen zur Unterstützung einfordern von ihren unterschiedlichen auswärtigen Verbündeten einfordern, indem sie mit den Verträgen wedeln, um die Aufforderung zu unterstreichen. Auf diese Weise hat der Tod einer geringeren Herrscherin in einem zurückgebliebenen, unterentwickelten Land in einem vernachlässigten Teil der Welt, das sehr reale Potential einen Weltkrieg zu beginnen.


Sobald ich darauf gestoßen war, konnte ich einige Tage nicht schlafen. Ich war angefressen und gequält von meiner eigenen Rolle in dieser drohenden Katastrophe. Meine Mutter konnte unmöglich vorhergesehen haben, daß ich den Friedensstifter zu spielen hätte, während das Schicksal der Welt auf dem Spiel stand -- sie wollte lediglich, daß die Fürstin nicht noch mehr Geld der Krugers verschwendete, indem sie ihren eigenen Agenten an die Position der fiskalen Verantwortung von Rackenroon setzte.


Es war eine gewaltige Verantwortung für einen Mann in seinen Zwanzigern. Es wäre eine gewaltige Verantwortung für Jeden, wirklich. Und ich musste versuchen, es alleine zu bewältigen, ohne jemand anderes wissen zu lassen, wie prekär die Situation war -- damit nicht jemand versuchte, es auszunutzen. Schließlich ist das Geschäft der Hyänen Krieg zu führen -- warum also sollten sie irgendeine Absicht haben, einen zu verhindern?


Ich grübelte einige Tage lang über das Problem. Ich verlor meinen Appetit. Ich begann den Geschmack von Bicarbonat zu mögen. Offensichtlich mußte etwas getan werden und ich war es, der es tun mußte. Und je länger ich es vor mich herschob, desto länger würde dieses Krebsgeschwür fortfahren zu wachsen. Am Ende entschied ich mich Ihre Hoheit einzuweihen. Was ich ihr erzählte und wie ich zu ihr durchdrang, das wäre das eigentliche Problem dabei.


Ich mußte den Moment mit Sorgfalt wählen. Ich benötigte ihre volle Aufmerksamkeit und ich benötigte sie in einer halbwegs vernünftigen Stimmung. Sie hatte unter ihrem Personal den legendären Ruf alles, was sie nicht hören wollte, wie von einer Steinwand abprallen zu lassen oder unter den Teppich zu kehren und weit erfahrenere Höflinge als ich sind an der Küste ihres erstaunlichen Desinteresses zerschellt. Selbstverständlich waren diese Höflinge Teil des Problems. Um die Fürstin bei Laune zu halten, sind sie dazu übergegangen schlechte Neuigkeiten in Kisten zu verstauen und diese Kisten ins Archiv zu schieben.


Ich arrangierte eine private Audienz mit der Fürstin und bereitete meine Präsentation sorgfältig vor. Um der Sicherheit des Staates willen, durfte niemand sonst wissen, wie schlecht es um uns stand -- nicht, daß ich nicht gerne die Schuld daran so weit und breit wie möglich verbreitet hätte, aber der Geruch von Blut in der Luft zieht jede mögliche unerwünschte Aufmerksamkeit auf sich. Und wenn das von einer Hyäne kommt, dann sagt das eine Menge. Also mußte ich diese Katastrophe so lange geheimhalten, wie ich konnte, damit ich an einer Lösung arbeiten konnte, bevor es zu spät war.


Sie traf mich am späten Nachmittag in einem luftigen Empfangszimmer mit Blick auf den swimming pool. Sie sah munter aus, aber gelangweilt und sagte "Machen Sie das schnell, Krüger -- ich habe eine Verabredung für ein Tennisspiel mit Vormanga in einer Stunde." Dann nahm sie mit bedächtiger Würde auf ihrem Stuhl platz, und betrachtete mich über ihre schiefe Schnauze herab.


Ich nahm zwei oder drei tiefe Atemzüge, befahl mir selbst im Stillen ruhig zu bleiben und begann.


"Wie Sie wissen, Madame, habe ich die Finanzen ihres Herrschaftsgebietes über die letzten Jahre hinweg erforscht. Ich halte es für notwendig, einige Unregelmässigkeiten zu besprechen, wie Transaktionen bislang gehandhabt wurden zwischen Eurer Hoheit und Euren Agenten und unseren Kreditgebern unterschiedlicher Art. Es gibt dazu einige sehr beunruhigende Probleme mit den Verträgen, die die Hyänenbrigade eingeganden ist und --"


"Kleinere Worte, Lieutenant," unterbrach die Fürstin scharf. Ich klappte meine Zähne zusammen und verbeugte mich entschuldigend.


"Eure Hoheit, uns geht das Geld anderer Leute aus, das wir ausgeben können..."


Sie schürzte ihre Lippen. "Sie meinen, Ihr Geld."


Ich fummelte an meiner Brille. "Nun ja, das stimmt... es ist aber nicht reines Eigeninteresse, daß ich Sie darauf aufmerksam mache -- weit entfernt; falls nicht gehandelt wird, und das bald, dann werden die Auswirkungen --"


"Machen Sie es kurz, Lieutenant. Was müssen wir tun, um die Dinge in Ordnung zu bringen?"


Ich mischte meine Papiere. "Für den Anfang brauchen wir mehr Brot und weniger Spiele..."


"Gut. Bestellen Sie mehr Brot. Und nehmen Sie auch noch ein paar Sahneschnitten, wenn Sie schon dabei sind --"


Ich wollte schon verzweifelt die Pfoten vor den Kopf schlagen, um ihn vor dem explodieren zu bewahren, aber ich konnte es nicht zulassen, daß sie mich schwitzen sah. Im Rückblick hätte ich es viellecht doch besser getan; es hätte ihre vielleicht einen tieferen Eindruck des Ernstes der Angelegenheit vermittelt.


Ich zwang meine Stimme gleichmäßig zu bleiben. "Madame... es ist nicht das Problem einfach mehr Nachschub zu bestellen, es geht darum, nichts zu haben, mit dem wir Nachschub bestellen könnten. Das Land ist bankrott in jeder möglichen Hinsicht --"


"Bankrott?" schnaubte sie. "Unmöglich! Unsere Einheiten der Brigade bringen das Geld eimerweise rein --"


Ich hob einen Finger, was sie -- erstaunlicherweise -- verstummen ließ. "Lassen Sie es mich erklären, " sagte ich.


"Rackenroon ist, was man in der internationalen Finanzwelt einen Rentenstaat nennt," was bedeutet, daß der größte Teil unseres Einkommens aus dem Export unserer natürlichen Ressourcen bestritten wird. In unserem Fall ist die natürliche Ressource die Hyänenbrigade. Militärische Unterstützung anderer Länder ist mit großem Abstand die größte Einkommensquelle des Fürstentums. Tatsächlich ist es die einzige Einkommensquelle mit mehr als fünf Stellen.


"Die Brigadiers zahlen keine Steuern, weil ihr Dienst als angemessener Beitrag zum Wohle des Landes gesehen wird. Stattdessen bekommen die Brigadiers Geld aus der öffentlichen Schatulle. Es gibt nur wenig Industrie, die Steuereinkünfte ausserhalb des Militärs beitragen könnte; also haben diejenigen Bürger, die nicht bei der Brigade angestellt sind, sehr wenig Gelegenheit Geld zu verdienen, das besteuert werden könnte. Darüberhinaus werdem die üppigen natürlichen Ressourcen fast überhaupt nicht angezapft --"


Sie starrte mich ausdruckslos an. Ich versuchte, etwas Licht in ihren Augen zu finden, wirklich, aber sie war wie eine Kette Weihnachtskerzen -- wenn eine ausgeht, geht die ganze Kette aus. Ich entschied mich dazu, zum Kern meiner Präsentation zu kommen, bevor ich sie ganz verlor. Ich räusperte mich und brachte mein Notizbuch hervor, blätterte ostentativ einige Seiten bis ich die relevanten Zeilen gefunden hatte.


"Die Brigade hat diesen süssen Vertrag, daß sie die Regierung dabei unterstützen die unteren Klassen davon abzuhalten sie zu stürzen. Jedoch haben eine Reihe von schlechten Investments -- wenn man so will -- ernsthaften Einfluß auf die Fähigkeit der Brigade der Goldesel für Rackenroon zu sein."


Sie hob eine Augenbraue und klingelte nach Tee.


Ich räusperte mich und fuhr fort. "Als einfaches Rechenbeispiel --" (dem Du vielleicht zu folgen in der Lage bist) " -- werden wir mit 100$ pro Kopf und Monat für die Leistung der Brigade bezahlt. Aber es kostet 140$ pro Kopf und Monat, um einen Soldaten im Feld zu unterhalten, wegen versteckter Kosten... Inflationsdruck, zum Beispiel. Der Unterhalt von Unterkünften in Hyänengröße in einer Nation von Nagern, um ein weiteres Beispiel zu nennen... dann gibt es Unterhaltskosten -- Prostituierte sind heutzutage nicht mehr billig, nicht seitdem bekannt wurde... nun, lassen wir das beiseite; also, obwohl es aussieht, wie ein beeindruckendes Einkommen, deckt es nicht mehr als zwei Drittel der Kosten für den Einsatz der Brigade. Und das gilt für die ganze Maramasai. Am Ende schulden wir mehr als wir verdienen."


"Also fordere mehr," zuckte die Fürstin mit den Schultern.


"Das... ist nicht so einfach, Madame," murmelte ich durch zusammengebissene Zähne. Ich schniefte durch die Nase. "Es gibt da noch viel mehr... Komplikationen."


Sie bedeutete mir fortzufahren, indem sie vage mit der Pfote wedelte, während sie an ihrem Tee nippte.


Sie spielte mit mir. Nie im Leben konnte sie so unwissend und überheblich sein bei so schlimmen Neuigkeiten! Ich war an das Sprichwort erinnert "mache nie einen Wettkampf der Gescheitheit mit einer verrückten Person. Zuschauer könnten vielleicht nicht den Unterschied sehen."


Es gelang mir, die Geduld zu bewahren und blätterte zu der Seite mit den Zahlen, die ich aus wochenlangem durchsieben von Verträgen mit beabsichtiger Undurchsichtigkeit zusammengestellt hatte.


"Wir geben unseren Verbündeten militärische Unterstützung. Mit ihrer Zahlung an uns, benötigen sie unsere Garantie einer bestimmten Truppengröße, sie zu beschützen. Wir schulden den Kuhreanern 30%. Wir schulden den Persern 40%. Wir schulden dem Kongo 20%. Wir schulden Dalmatien 35%. Wir schulden Hamsterdam 15%. Maustria schulden wir 12%. Wir schulden Turkey 22% --"


"Oh, Turkey!" unterbrach sie strahlend, "ich mag Turkey! Ich sollte einen fürs Mittagessen bestellen --"


Ich fühlte, wie mein Auge anfing zu zucken.


"Konzentration, Madame -- Konzentration!" bat ich. Sie warf mir einen mürrischen Blick zu, rutschte auf ihrem Stuhl und seufzte.


Ich zählte die gesamte Liste unserer Verbündeten auf, während Ihre Hoheit wieder gelangweilt ins Nichts starrte. Ich begann zu fühlen, wie der schwache Griff meiner Geduld zu schwinden begann. Sie hatte noch immer nicht die Wichtigkeit dessen verstanden, was ich ihr sagen wollte. Etwas, das für mich so offensichtlich war, wie eine Herde wütender Elefanten, war nichts als eine lästige Fliege für sie. Aber hierzulande können Fliegen dich genauso einfach töten, wie Elefanten. Nur viel heimtückischer, um genau zu sein.


Ich schloß mein Notizbuch über meinen Finger und hob meinen Kopf. Zeit die Bombe fallen zu lassen. Die erste Bombe.


"Nun haben sie irgendetwas ungewöhnliches bemerkt an diesen Zahlen? Nein? Haben Sie jemals "The Producers" gesehen, Madame? Oder "Frühling für Hitler" von Mel Brooks --? Wir haben zugesagt 275% unseres Militärs zur Verfügung zu stellen, um Verlustangebote abzusichern!"


"Und?"


"U-u-und -- man kann nicht mehr als 100% von irgendetwas zusichern, Madame!"


"Sicher kann man das. Du sagst dem einen, wir wären hier und dem anderen, wir wären dort -- während wir eigentlich --"


"So funktioniert das nicht, Madame!"


"Das hat es jetzt schon seit so vielen Jahren --" erinnerte sie mich mit ruhiger Überzeugung.


Ich fühlte, wie sich meine Kehle verengte. "Nein, das hat es tatsächlich nicht, Madame! Wir sind ausgedünnt bis zum zerreißen. Jenseits dessen, um genau zu sein. Aus Rackenroons Schatulle blutet das Geld. Das, was ein lukratives Geschäft sein sollte, verbraucht jeden einzelnen Tropfen von dem Kapital, das herein kommt. Und was nicht in den Strudel der Brigade geworfen wird, das saugt Ihr eigenes schwarzes Loch fiskaler Unverantwortlichkeit auf. "


Jetzt starrte sie mich an. "Sie erzählen mir nicht, was ich hören möchte, Lieutenant..."


Das brachte das Faß zum überlaufen. Fünfzehn Jahre praktizierter Gelassenheit gingen zum Teufel...


"DU HAST MICH NICHT ANGESTELLT, UM DIR ZU SAGEN, WAS DU HÖREN WILLST -- DU HAST MICH ANGESTELLT, UM DEINE ERBIN ZU FICKEN -- uups!" Ich bedeckte meinen Mund mit beiden Pfoten und hielt den Atem an.


Ihre Hoheit starrte mich mit offenem Mund an. Dann kräuselte sich ein Grinsen um ihre welken Lippen.


"Sie müssen wirklich stocksauer sein, Lieutenant -- Ich habe Sie nie zuvor das f-Wort äußern hören!" lachte sie.


Irgendwie machte mich ihre Heiterkeit noch wilder und wenn ich mich aufrege, dann stottere ich.


"Ja! JA! Ich habe die Nase voll von -- Ihnen, von diesem stinkenden L-land, mit all dem kranken Unsinn -- damit, zu versuchen, ei-, ei-, einen Hut aus einem Nashorn zu ziehen, w-wie eine W-wasserpistole in einem Waldbrand, Stühle zu schieben auf dem D-deck der Titanic -- jeder ist korrupt, niemand weiß, was l-los ist, seit Jahren h-hämmere ich mit dem Kopf gegen die Wand und v-versuche einen S-sinn in Ihrem blöden Rechnungssystem zu finden --, HAH! Ein Komposthaufen ist ein System; was Sie haben, ist eine zufällige Sammlung unbezahlter Rechnungen und Versprechungen, die Leuten gemacht wurden, die mit Freuden Ihren Hals in der Nacht aufschlitzen würden --"


Sie sah mich stetig an. Ich wischte mit einer Pfote über meine fiebrige Braue und pflügte abwärts, zitternd vor Wut.


"Leute haben aus der öffentlichen Kasse gestohlen, Nachschub zu ihrem eigenen Vorteil abgezweigt, verkaufen dieses D-diebesgut mit hohem Profit -- und stecken die P-profite in die eigenen Taschen... und ich f-fürchte, Madame, daß die Korruption bis in die höchsten Ebenen Ihrer R-regierung reicht."


Ich starrte sie trotzig an. Sie starrte zurück. Wartend. Ich nahm drei tiefe Atemzüge.


"Ihr Hütchenspiel ist am Ende, Madame."


Da. Es war heraus. Ich hatte Ihr meine schwersten Anschuldigungen zu Füßen gelegt. So, wie alle Straßen nach Rom führen, so führte dieses Labyrinth aus Schiebung und Missmanagement direkt zur Fürstin.


Ihre Augen wurden dunkel und tödlich, und ich konnte jedes Haar an meinem Körper zu Berge stehen fühlen, als ich darauf wartete, daß sie sprach. Ein Gefühl, wie die Luft in dem Moment, bevor der Blitz einschlägt.


Jedoch, als sie sprach, war es so ruhig und sanft, daß ich ein paar Sekunden benötigte, um ihre Worte zu verarbeiten.


"Sie scheinen sehr gestresst zu sein, Lieutenant. Brauchen Sie Urlaub?"


"U--urlaub --" Urlaub?! DEN KÖNNEN WIR UNS NICHT LEISTEN!" explodierte ich. "SO WIE DIE DINGE STEHEN, BIN ICH AM BETTELSTAB, BEVOR DAS JAHRZEHNT ZUENDE IST! UND ICH WERDE NICHTS AUFZUWEISEN HABEN, ALS EIN RUINIERTES LAND, EINEN BERG AN SCHLECHTEN KREDITEN, EINE MÖRDERISCHES MISTSTÜCK ALS EHEFRAU UND EINEN VERNICHTETEN RUF! ABER WENN ICH GLÜCK HABE, DANN IST DIE WELT BIS DAHIN VERNICHTET, SO DASS NIEMAND MEHR DA IST, DEN ES INTERESSIERT! AM WENIGSTEN VON ALLEN DICH, DU EGOISTISCHE WAHNSINNIGE!"


Ich wirbelte mit meinen Armen und taumelte kopfüber durch meine Tirade. All meine aufgestaute Frustation kam aus mir herausgeströmt -- ich glaube nicht, daß ich mich hätte bremsen können, selbst wenn ich gewollt hätte.


"Es ist alles g-gut und schön, das Geld anderer Leute zu verschwenden, als wäre es Wasser, wenn Ihr am Ende Eures Lebens angekommen seid, aber diese anderen L-Leute benötigen das Geld zum leben -- sie benötigen es, um E-essen zu kaufen und M-medizin und ein Dach über dem Kopf! Sie brauchen b-brauchbare Straßen und T-trinkwasser! Sie brauchen Städte, die keine pestverseuchten Dreckslöcher sind, die um sie herum zusammenbrechen! Sie brauchen die Gewißheit, daß sie ihr Leben riskieren und für etwas arbeiten, das Allen nützt -- und nicht dafür, daß ihr Tyrann exotische neue Saußen in ihrem Speisesaal hat, oder goldene Wasserhähne in ihren Badezimmern! Wenn die Leute jemals herausfinden sollten, daß Ihr deren Zukunft für Eure eigenen egoistischen Marotten vergeudet habt, dann werden sie Euch durch die Straßen zerren und in Atome zerreißen! Und ich würde versuchen Fackeln und Mistgabeln an den Mob zu verkaufen, um vielleicht ein wenig von meinem eigenen Geld von diesem erbärmlichen Haufen aus Bosheit und Niedertracht, daß Sie ein L-Land nennen zurückzubekommen! Ich sollte wirklich --"

Während all diesem saß Ihre Hoheit auf ihrem Thron, ohne einen Muskel zu rühren, starrte mich gelassen an, wie ich mich ereiferte, um mich schlug und hervorsprudelte. Dann streckte sie die Hand aus und hob eine winzige Glocke von einem Tisch neben dem Stuhl und klingelte knapp.


Eine Seitentür öffnete sich und Trader Horn trat in den Raum -- er mußte das ganze Interview mitgehört haben. Da war ein seltsames und bösartiges Licht in seinen Augen als er trocken fragte, "belästigt Sie dieser Mann, Eure Hoheit?"


Ich hielt die Luft an und duckte mich von ihm fort. Er kam absichtlich geradewegs auf mich zu. Mir war nie klargeworden, wie groß er war. Meine Schädeldecke war kaum auf Höhe seiner Achselhöhle. Ich versuchte vergeblich, ihm auszuweichen. Er schnappte mich geschickt an meinem Nackenfell und hielt mich in die Höhe, während ich vergeblich mit den Fäusten nach ihm schlug und zischte und spuckte wie ein Kätzchen.


Die Fürstin sagte nichts, rutschte lediglich etwas vor, um ihr Kinn auf ihren Fingerspitzen zu platzieren, während Horn mich durch den Raum trug, aus der Tür hinaus und mich ohne Umschweife in den swimming pool warf.


Als ich nach Atem ringend durch die Oberfläche brach, sprach Horn gedehnt, "Schätze Dich glücklich. Bei der letzten Person, die sie mich hinauswerfen ließ, waren wir im dritten Stock."


Dann erschien die Fürstin am Rande des Pools, ihre Arme vor ihrem schlaffen Busen gefaltet. Ihr Gesicht war noch immer emotionslos.


"Lieutenant -- haben sie irgendeine Vorstellung, warum ich Sie von Horn in den Swimming pool werfen ließ? fragte sie. Ich trat Wasser. Es schien die sicherste Option zu sein.


"Weil... ich mich beruhigen musste?" riet ich vorsichtig. Sie schüttelte den Kopf.


"Nein. Weil ich Sie mag." Jetzt verengten sich ihre Augen. "Wenn ich Sie nicht mögen würde, dann hätte ich selbst Ihren Hals gebrochen, dafür, wie Sie mit mir gesprochen haben."


Dann hob sie ihren Kopf und seufzte. "Aber ich habe Sie NICHT angestellt, damit Sie mir sagen, was ich hören möchte. Sie wurden mir aufgezwungen von der EINEN Person, die meine Eier zwischen ihren Zähnen hat. Und SIE will, daß Sie mir sagen, was ich hören MUSS."


Dann ging die Fürstin auf ein Knie herunter und streckte eine Hand aus, um mir aus dem Pool zu helfen. Ich zögerte und sie zuckte mit ihrem Arm, um mich zu ermutigen ihn zu greifen, ein leichtes Grinsen lugte in ihrem Mundwinkel. Ich fürchtete für einen Augenblick, daß ich sie hineinziehen würde, aber sie war erstaunlich kräftig und zog mich mit Leichtigkeit aus dem Wasser; ihre Drohung, meinen Hals zu breichen, schien plötzlich eine echte Möglichkeit zu sein.


"Halten sie mein Wohlwollen nicht für Toleranz," warnte sie mich. "Noch führen Sie dieses Land nicht. Jetzt gehen Sie und wechseln Ihre Kleidung. Sie sehen aus wie eine ertrunkene Ratte."


Als ich mich verdrückte, fügte sie hinzu, "Anschliessend melden Sie sich zurück und sagen mir noch einmal -- ohne solch ein Schauspiel -- wie tief genau die Scheiße ist, in der wir stecken."


*


Ich ging erneut durch die ganze verwickelte Geschichte, langsam, ruhig, und die Fürstin hörte zu, mit gesenktem Kopf, die Hände in ihrem Schoß gefaltet, die Augen auf den Boden fixiert.


Von Zeit zu Zeit, nippte sie an ihrem Tee. Als ich schließlich zum Ende kam, blieb sie für eine Weile ruhig.


"Wissen Sie, Sie und ich sind uns sehr ähnlich," sagte sie dann. "Ich wollte nie Fürstin werden, genau wie Sie nie mein Wachhund-Vater-Kämmerer-was-auch-immer sein wollten. Sie rief mich zu sich mit einem leichten Winken ihrer Hand. "Meine Mutter bekam mich, weil es ihr zum Hals heraushing, meinen beiden älteren Schwestern zuzuhören, wie sie darum stritten, wer den Ort erben würde, wenn die alte Dame töt wäre. Sie waren Teenager als ich zur Welt kam und sie vergaben mir oder meiner Mutter nie, daß sie damit aus dem Erbe herausgedrängt wurden. Und dann mußte ich diesen Job übernehmen, als ich nicht dafür bereit war... musste schnell lernen, Rivalen abzuwehren und Moms gesamte Feinde schlagen, die nur auf die Chance warteten, loszustürzen und uns zu erobern... ich konnte niemandem trauen, also kam ich mit den Vorties, die mir den Rücken freihielten... und Rücken freihalten stimmt... ich kann mit Zahlen nichts anfangen, ich bin ein Zauderer, ich hasse es Rechnungen zu bezahlen, ich war glücklich, daß sie die Dinge für mich regelten. Und überhaupt, wozu ist man Autokrat, wenn Du nicht haben kannst, was Du willst? SIE sind stinkreich, Krüger -- wie haben Sie es geschafft, nicht von unbegrenztem Reichtum korrumpiert zu werden?"


Ich erschauerte. "Dafür muss ich meiner Mutter danken," murmelte ich.


"Hat sie Sie den Wert des Dollars gelehrt, oder mußten Sie um jeden Cent betteln?"


"Ein wenig von beidem."


"Ich glaube mich zu erinnern, daß Sie Ihnen ein Schlachtschiff zum Geburtstag schenkte..."


Ich wischte eine Fluse aus meinem Schoß. "Es stimmt nicht, daß sie es NUR für mich gekauft hat..."


Ich dachte an die Gemeinsamkeiten zwischen der Fürstin und meiner Mutter. Beide Frauen liebten es, Geld auszugeben. Der Unterschied lag darin, daß meine Mutter die Notwendigkeit sah, Geld zu verdienen, um die Ausgaben bestreiten zu können. Das Gästehaus meiner Mutter würde diesen Palast wie eine Hütte aussehen lassen; das Dach leckte nicht, zum einen, und die Wasserleitungen funktionierten alle. Meine Mutter investierte in Antiquitäten und Kunstwerke, nicht in Schnickschnack und kurzlebige Dinge. Meine Mutter wußte, wohin jeder Cent ging und stellte sicher, daß sie wenigstens zwei Cent in Reserve hatte, um jede Ausgabe abzudecken.


Aber es gab eine fortlaufende Ausgabe, die sie nicht in Ordnung bringen konnte...


Die Fürstin goß sich eine weitere Tasse ein und bot mir ebenfalls eine an, und ich hielt es nach meinem früheren plötzlichen Bad für weise, sie zu akzeptieren.


"Ich verstehe es jetzt. Ich habs vermasselt. Ich habe immer alles vermasselt. Sie sagen mir nichts, das ich nicht schon gewußt habe. Aber Sie sind die erste Person, die die Eier hatte, es mir ins Gesicht zu sagen."


Sie unterbrach sich, um an ihrem Tee zu nippen, grinste spöttisch und nahm mehr Zucker. "Sogar das Kinderkriegen habe ich nicht richtig hinbekommen. Also habe ich mir gedacht, wenn ich schon kein guter Herrscher sein kann, dann eben ein schlechter und Spaß daran haben, solange es dauert und drauf zu scheißen, was nach mir kommt. Jeden fertig machen, der mich zerstören will, nicht wahr? Aber so führt man einfach kein Land, nicht wahr?"


"Nein, Madame, so führt man kein Land," stimmte ich ruhig zu, geschockt von ihrer Offenheit.


"Also... was denken Sie, sollten wir tun?" fragte sie mich mit fröhlicher Resignation.


Ich führte in vagen Umschreibungen den Plan aus, den meine Mutter und ich uns gemacht hatten, um Rackenroon wieder solvent zu machen. Sie hörte zu, nippte an ihrem Tee mit unterbrochenem schlürfen.


"Was mich jedoch am meisten besorgt," fasste ich zusammen, "ist die Frage ihres Nachfolgers."


"Das SOLLTE Ihnen Sorgen machen," stimmte sie zu und rollte mit den Augen.


"Was ich wünsche, ist im Moment gegenstandslos," versicherte ich ihr durch zusammengebissene Zähne. "Mit all diesen verflochtenen und sich widersprechenden Verträgen, die die Brigade mit den Jahren geschlossen hat, gibt es eine echte Gefahr, einen Krieg von weltweitem Ausmaß auszulösen, falls hier in Rackenroon ein Bürgerkrieg darum ausbricht, welche von Euren beiden Nichten Euren Thron erben wird.


Die Fürstin lehnte sich zurück und rieb ihr Kinn. "Welche ich auch wähle, die Andere wird es unfair nennen und kämpfen," grummelte sie.


"Und ihre Verbündeten werden für sie kämpfen. Und die Verbündeten ihrer Verbündeten werden gezwungen sein, ihnen zu Hilfe zu kommen. Wie Dominosteine. Alles wegen der Verträge auf Gegenseitigkeit, die die Brigade eingeht, wann immer sie in den Krieg zieht."


Sie sah mich unbehaglich an. "Das kann doch nicht ALLES mein Fehler sein --"


"Nein, Madame, das ist es auch nicht. Es ist ein Fall von Vernachlässigung. Die Brigadeeinheiten sind frei, ihre Dienste ohne zentralisierte Aufsicht anzubieten. Ich schätze, es ist vielleicht der Fehler Ihrer Imperialen Hoheit Djarro, nicht daran gedacht zu haben, ein besseres Kommandosystem einzuführen. Ich denke, sie tat was sie konnte mit dem, womit sie zu ihrer Zeit arbeiten konnte -- die Clans zusammenzuzwingen war schon schwierig genug, ihnen Regeln aufzuzwingen auf einem bürokratischen Level, wäre gewesen, als hätte man versucht Plattwürmern Arithmetic beizubringen."


Sie kicherte und endete dann in langgezogenem Schweigen. Ich saß in meinem Stuhl mit der geraden Lehne, während der Tee in seiner Tasse langsam kalt wurde und wartete.


Schließlich hob sie ihre Augen und sah mich an, sie waren klar und weit intelligenter als ich mir je vorgestellt hatte.


"Tun Sie, was Sie tun müssen," sagte sie mir. Sie drehte einen Ring von ihrem knochigen Finger und reichte ihn mir. "Sie haben meinen Segen, in meinem Namen zu handeln. Wenn sich irgendjemand weigert, dann zeigen Sie ihm den Ring, er ist mein persönliches Siegel der Autorität."


Sie zögerte und ein schiefes Lächeln erschien auf ihrem Gesicht.


"Hilf mir, Usiku Kruger," sagte sie, "Du bist unsere einzige Hoffnung."


*


Mit meiner neuen Autorität, ging ich wie ein Besessener an die Arbeit, während die Fürstin weitermachte, als hätte sich nichts geändert. Jedoch, nachdem einige Wochen vergangen waren, spürte ich einen Hauch von Unmut durch den Hof kräuseln, als Vergünstigungen verschwanden, die Sicherheit erhöht wurde und der Zugang zur öffentlichen Tränke begrenzt wurde.


Falls ich bis dahin keine Feinde gehabt hatte, dann begann ich sie jetzt zu sammeln, wo der Verdacht wegen der neuen Austeritätsmaßnahmen auf den Rechnungsprüfer Ihrer Hoheit fiel. "Ein Fleischball Krüger" hörte ich sie mich nennen, wegen der Reduzierung von freien Mahlzeiten, die dem Personal zustanden. Ich machte mir nichts aus den Feinden, so lange ich die Freundschaft mit der Fürstin aufrechterhalten konnte.


Insgeheim verstand sie, warum die Zügel so gestrafft wurden und sie tat was sie konnte, um mich zu unterstützen. Bei mehr als einer Gelegenheit mußte ich eine Vorthy Dame oder einen Minister zu einer Diskussion zur Fürstin schicken und sie unterstützte mich immer in diesen Auseinandersetzungen. Ich denke, sie war froh, mich als Abschirmung zu haben. Auf jeden Fall wußte sie, daß ich das Beste für das Land im Kopf hatte und das Beste für das Land, war in ihrem eigenen besten Interesse.


Ich habe schon einiges erreicht, aber es ist noch so viel zu tun, besonders was die Frage der Nachfolge angeht. Die hat bisher jede meiner Anstrengungen verwirrt und ich fürchte, ich ende in einer lose-lose Situation was auch immer ich tue. Die Fürstin hat entschieden, die Wahl so lange wie möglich hinauszuzögern und das ist der einzig sichere Weg, die Clan von einer Kriegserklärung abzuhalten, aber diese Verzögerungstaktik funktioniert nicht ewig.


Ich denke auch, daß sie mich wegen meines Schicksals bemitleidet. Sie hat versucht, mir mein Leben hier einfacher zu machen, auf ihre eigenwillige Art. Eines Tages bestellte sie mich in ihr Appartment.


"Bevor Sie mir verbieten, Geschenke für Leute zu kaufen -- hier ist etwas, von dem ich denke, Sie sollten es haben," sagte sie, und reichte mir eine kleine, flache, eingewickelte Schachtel. Sie bedeutete mir, daß ich sie öffnen sollte. Und ich tat es mit verwirrter Neugier.


Es war eine DVD. MEIN MANN GODFREY.


Wie... merkwürdig angemessen."






Copyright by, Kathryn Garrison Kellogg


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