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Freds Tagebuch #30.1

Eintrag #30 Teil 1 Mein Tagebuch, von Frederick Usiku Krüger





"Sie kehrte Montag Nachmittag nach New Yak City zurück und trotz ihrer Proteste begleitete ich sie. Ihr anzubieten, sie im Lotus dorthin zu fahren, half etwas. Sie hatte ein kleines Appartment nicht weit von ihrem Arbeitsplatz. Sie lud mich widerstrebend ein und bot mir etwas zu Essen an. Es war die Sorte Wohnung, wo man herausgehen muss, um sich umzudrehen, und ich kann sagen, daß es ihr ein wenig peinlich war. Ihre Möbel waren abgenutzt, wahrscheinlich Familienstücke, und als ich mich aufs Sofa setzte, ließ es ein sehr nerviges quietschen hören.


"Ich schätze, ich kann Ihnen eine bessere Couch kaufen, da ich darauf schlafen werde --" bot ich an.


Sie schoß aus der winzigen Küche mit einem Ausdruck von Horror auf ihrem Gesicht.


"Alter -- Du kannst nicht hier bei mir wohnen!" bestand sie. "Die Leute werden reden!"


"Aber ich bin Ihr Verlobter," erinnerte ich sie.


"Jaa, was das angeht... nie-ichts von Lobungs-Fähr Dingen, okay? Es wäre zu schwierig zu erklären bei den Geisteszwergen, mit denen ich arbeiten muss."


"Schämen Sie sich für mich?"


"Nun, ja, aber -- hör zu, erzähl -- erzähl -- den Leuten nichts von Rackenroon, Fürstin und arrangierte Ehen, okay? Ich bekomme so schon genug ab, als Hyäne und so."


"Warum würden sie auf Dir herumpicken, weil Du eine Hyäne bist?"


"Wegen -- HY-ÄÄ-NE. Komisch. Krank. Gewalttätig. Du weißt schon."


"Nein, weiß ich nicht," log ich. "Die Hyänen sind eine stolze Krieger Rasse --"


"-- von verdrehten hermaphroditischen Perversen. Lass es. Dies ist Amerika."


"Das sagen Sie immer. Ich dachte, Amerika würde auf Gleichheit beruhen."


"So lange Du das Gesetz achtest, das ist mal sicher. Aber die Hyänen Brigade wird hier kaum toleriert. Du, um, könntest Dir vielleicht etwas weniger verdächtige Kleidung besorgen." Sie rief mich mit einem kritischen Winken ihrer Finger zu sich.


"Es verstößt gegen die Vorschriften, nicht in Uniform zu sein, während ich im Dienst bin," sagte ich ihr. "Und als Ihr Leibwächter, bin ich immer im Dienst."


Sie kräuselte ihre Lippen. "Ich dachte mir schon, daß Du das sagst."


Sie ging in die Küche zurück und begann in den Schränken zu rumoren. Ich hatte den Eindruck, der Ort hätte einen merkwürdig knappen Vorrat für die Küche einer Hyäne und erwähnte das ihr gegenüber.


"Jah, nun... ich gehe viel aus zum Essen." grunzte sie mit einem Schulterzucken.


Ich stand in der Tür und beobachtete sie, wie sie einen Stiltopf und einige Konserven hervorholte. Braunes Fleisch in Soße, Stücke ausgesuchten Säugetierfleisches...


"Wenn Sie erlauben, Ma'am, dann könnte ich den Einkauf für Sie erledigen."


Sie entzündete vorsichtig die Gasflamme auf dem Herd. "Nee, Louie -- ich habe genug. Wirklich. Alles gut."


"Ich helfe gerne --"


Sie drehte sich zu mir um. "Ich benötige keinen Butler," stellte sie fest, "ich brauche keinen Leibwächter und ich brauche ganz bestimmt nicht Dich, der um mich herumscharwenzelt. Verstanden?"


Ich schaute zu Boden. "Ja, Ma'am."


Sie machte weiter mit ihre Essenszubereitung -- ich möchte das öffnen von Dosen und erhitzen des Inhalts nicht "kochen" nennen."


"Und überhaupt -- gibt es keine... Regeln... wegen zu enger... Verbrüderung...?" fragte sie etwas weniger feindselig.


"Das Beste wäre, wenn ich auch weiterhin... allzeit bereit bliebe, für den Fall, daß ich gebraucht werde," sagte ich vorsichtig. "Ich versichere Ihnen, Madam, daß mir die Situation ebenfalls nicht angenehm ist, besonders, wenn man die, eh, Enge der Unterbringung berücksichtigt."


"Warum besorgst Du Dir dann kein Hotelzimmer? Ich bin sicher, dort wäre es komfortabler. Ich würde es tun."


"Weil, Ma'am, ich Ihr Leibwächter bin, und um meine Arbeit ausführen zu können, ich Ihrem Körper nahe genug sein muß, um ihn bewachen zu können."


"Ich habe auch bisher ohne Leibwächter überlebt--"


"Ihre Großmütter scheinen zu glauben, daß Sie jetzt einen benötigen."


"Meine Großmütter sind professionelle Paranoide! Louie, versteh doch bitte --" sie suchte nach den richtigen Worten. "Ich brauche meinen Freiraum. Ich brauche meinen Raum ohne Dich darin."


Sie gestikulierte mit den Händen in der Luft. "Ich kenne Dich überhaupt nicht," sagte sie mir, "und ich bin nicht die Art Mädchen, dem es gefällt, neben einem fremden Typen im Bus zu sitzen, geschweige denn einen auf meinem Sofa schlafen zu lassen, okay?"


Ich presste grimmig meine Lippen zusammen. "Ihren Leib zu bewachen bedeutet auch ihn vor mir selbst zu bewachen, falls das Ihr Einwand ist," informierte ich sie steif.


Dann erschreckte ich sie, indem ich rasch in die Küchenzeile schritt, sie gegen die Arbeitsplatte drückte und meinen Arm um sie herum legte. Sie begann einen wütenden Protest zu quieken, und erkannte dann, daß ich den Stiltopf vom Feuer genommen hatte, gerade als er überkochte.


"Danke," grummelte sie, launisch und beschämt. Ich rührte die Blasen herunter in dem Klebzeugs im Topf. Ich fühlte, daß es am Boden angebrannt war.


Zweimal setzte ich an zu sprechen, überlegte es mir und hielt inne, dann endlich konnte ich meine Zunge nicht mehr im Zaum halten. Wenn ich es getan hätte, dann wußte ich, wäre das Zeug im Topf schwer beleidigt gewesen.


"Hör mal. Ich bin zufälligerweise so etwas, wie ein Koch," sagte ich ihr. "Ich hatte ungefähr drei Jahre lang Kochunterricht. Lass mich das Essen machen. Bitte."


"Aber --"


"Bitte."


Sie seufzte. "Also gut. Die Waffeln waren großartig, mal sehen, was Du als Abendessen zustande bringst."


*


Fünfundvierzig Minuten später saß sie mir gegenüber an ihrem kleinen Eßtisch, leckte buchstäblich ihren Teller ab, mit einem breiten, überzeugten Grinsen auf dem Gesicht.


"Mein Gott, Louie -- das war fantastisch!" seufzte sie verzückt. "Ich hätte niemals gedacht, daß Du... so etwas machen könntest!"


"Danke sehr, Ma'am. Ich bemühe mich." erwiederte ich, bescheiden.


Sie suchte den Tisch ab, um zu sehen, ob sie vielleicht irgendwelche Krümel übersehen hatte. "Wenn ich 'mehr!' sagen würde, würdest Du es mir übelnehmen?"


"Überhaupt nicht, Ma'am. Es wäre ein großes Kompliment."


Sie berührte mein Glas mit ihrem voller Eistee. "Louie, ich sagte es schon früher und ich sage es wieder -- das sieht aus, wie der Beginn einer wu-hunderschönen Freundschaft!" sie grinste breit und leerte ihr Glas.


Der Weg zum Herzen einer Hyäne geht nicht durch ihre Brusthöhle -mit einem scharfen Instrument, sondern durch ihren Magen.


*


Ich wollte mir nicht selbst schmeicheln indem ich annahm, sie so einfach für mich gewonnen zu haben, aber sie war sichtlich offener mir gegenüber. Sie stimmte sogar zu, mich über Nacht auf der Couch schlafen zu lassen, obwohl sie sich um ihren Ruf sorgte, falls jemand mich sehen sollte.


"Sie könnten ihnen sagen, daß ich ein Verwandter von Ihnen wäre," schlug ich vor, als wir nach dem Essen einen Film sahen. "Frisch aus der Brigade entlassen oder so."


"Hmm. Das könnte funktionieren. Hey -- ich muß morgen arbeiten; was willst Du dann den ganzen Tag machen?"


Ich hustete leicht. "Nun, sehen Sie... Madame Fisi hat mir Instruktionen gegeben, damit ich Ihnen helfe ihr Trainingsprogramm weiterzu --"


Sie stellte das TV auf Pause. "Sie hat WAS?"


Ich krümmte mich etwas. "Hat sie Ihnen das nicht gesagt? Der Grund, warum ich hier bin ist, Ihr Trainer zu sein --"


"Ich dachte es wäre, um mein Leibwächter zu sein?"


"Ja, das, aber ich soll Ihnen bei ihrem Training am Morgen assistieren, und --"


Sie schlug ihre Pfoten vors Gesicht und grollte. Das war es dann gewesen mit dem Wohlwollen, daß das Abendessen mir gebracht hatte.


"Du willst mir sagen, daß ich um scheißdunkeluhr am Morgen aufstehen soll und um den Park laufen soll, JEDEN VERDAMMTEN TAG?"


"Äh... ja, Ma'am." Ich neigte meinen Kopf etwas. "Falls es Sie beruhigt, ich selbst werde das Gleiche machen."


Sie warf sich zurück in die Couch und starrte gegen die Decke. "Ich bring mich um," entschied sie, "das ist einfacher."


Ich stand von der Couch auf und deutete höflich zum Schlafzimmer. "Vielleicht wäre es das Beste, wenn wir jetzt zu Bett gehen würden?" schlug ich vor, und bemerkte, daß ich mich in die Nesseln gesetzt hatte. "Ich meine, nacheinander... damit wir etwas wohlverdienten Schlaf bekommen? Sie können das Bad zuerst benutzen, ich hole meine Tasche aus dem Auto."


Ich hatte das Auto in einer Sicherheitsgarage geparkt, einen Block entfernt, das sollte ihr genug Zeit geben für das, was Mädchen tun, um sich auf den Schlaf vorzubereiten.


Sie seufzte. "Ich kann Dich nicht bestechen, daß Du mich aus der Sache herauslässt, oder?"


"Ich fürchte nicht, Ma'am."


Dann fügte ich hinzu, mit einem verschwörerischem Flüstern, "Aber -- nur zwischen uns beiden... ich werde es Ihnen leicht machen."


*


Als ich zurückkehrte, war ich erstaunt, die Tür unverschlossen zu finden. Ich sprach sie darauf an.


"Jaha, ich habe daran gedacht, Dich auszusperren," sagte sie, "aber dann dachte ich doch, das wäre zu gemein."


Ich setzte meine Tasche ab. "Nun -- Sie sollten Ihre Tür abschließen!" schimpfte ich sie. "Aus Sicherheitsgründen!"


"Wer mit gesundem Verstand, würde bei einer Hyäne einbrechen?" fragte sie trocken.


"Eine andere Hyäne," versetzte ich. "Eine andere Hyäne, die Sie vielleicht umbringen will."


Sie seufzte und ging daran die Bolzen vorzuschieben. "Professionelle Paranoiker," grummelte sie.


Ich fasste grob ihren Arm und ließ ihn genauso schnell wieder los, und sagte ihr dann mit kontrollierter Stimme, "Hören Sie mir zu. Dies ist kein Spiel. Als Erbe, werden Sie immer in Gefahr sein, echter Gefahr, von denen, die von Ihrem Ableben profitieren würden. Das dürfen Sie niemals vergessen und Sie müssen es immer präsent in ihrem Geist haben!"


Ich ging einen Schritt zurück und strich meine Stirnlocke mit einem Fingerschnippen aus meinen Augen. "Ihr Leben wird sich dramatisch ändern," murmelte ich. "Und meine Aufgabe ist es, daß es nicht vorzeitig ended."


Sie sah ein wenig erschreckt aus. Ich streckte mich, mit meinen Händen hinter meinem Rücken. "Es tut mir leid. Ich hätte Sie nicht anfassen dürfen. Aber Sie müssen -- den Ernst der Lage verstehen, Ma'am."


Sie betrachtete mich kalt.


"Gute Nacht, Lieutenant," verkündete sie und verschwand in ihr Schlafzimmer, schloß die Tür. Und schloß sie ab.


*


Es war eine lange Nacht. Die Geräusche des Verkehrs draußen störten mich. Das Geräusch ihres Schnarchens störte mich. Die Feder der Couch, die sich in meine Niere bohrte, störte mich gewaltig. Vielleicht war ein Hotelzimmer doch keine so schlechte Idee...


Mein Alarm ging um vier los, etwas zweieinhalb Minuten, nachdem ich endlich eine bequeme Position auf dieser unebenen Monstrosität, die sie eine Couch nannte, gefunden hatte. Ich hievte mich ins Bad, wusch mir das Gesicht und schrubbte meine Zähne, wechselte in eine frische Uniform, und klopfte dann an ihre Tür.


"Geh weg," nuschelte sie gedämpft.


"Entschuldigen Sie bitte, Euer Gnaden --" ich pausierte; es schien seltsam, sie so zu nennen. "Es ist Zeit aufzustehen."


Ich hörte die Bettfedern quietschen, und sie äußerte ein langes stöhnendes Gähnen. Dann schwang die Tür auf und sie prallte fast gegen mich.


"Gehmirausdemweg," mümmelte sie und stolperte zum Badezimmer. "Kaffee. Brauche Kaffee..." Die Badezimmertür knallte zu.


Keine Morgenperson, entschied ich, und bereitete den Kaffee zu.


Es dämmerte beinahe, als wir losliefen. Andere Kreaturen im Park sahen uns kommen und machten sich davon. Ein Duo von Border Patrol Collies die ihre Strecke gingen, warfen uns einen langen Blick zu, wunderten sich wahrscheinlich, warum ein Paar Hyänen sich so schnell und zu der Stunde durch ihren Zuständigkeitsbereich bewegte.


Ich hatte mich fitgehalten, indem ich in den Hügeln über Kiyanti joggte aber Kathryns größtes Training schien das heben ihrer Gabel zu ihrem Mund gewesen zu sein, viele Male am Tag. Es dauerte nicht lange, bis sie schnaufte und keuchte, während ich ohne Anstrengung an ihrer Seite daherfederte, meinen Gang etwas verlangsamend, damit sie mitkam.


"Wie kannst Du in dem Ding laufen?" fragte sie um Atem ringend. "Kochst Du da drin nicht?"


"Ich bin daran gewöhnt," sagte ich. Unsere Uniformen waren eigentlich dazu entworfen worden, bei jeder Art körperlicher Betätigung getragen zu werden, und meine eigene war mit Fasern geschaffen worden, die Feuchtigkeit abführten, die Luftzirkulation ermöglichten und schmutzabweisend waren.


Wir beendeten die Runde um den Park und sie stolperte zum Halt, beugte sich vor, mit ihren Pfoten auf ihren Knien um unregelmäßig zu atmen. Ich nutzte die Zeit um meine Arme und Beine zu dehnen, zuckte leicht zusammen, als ich die Wunde in meiner Schulter reizte.


"Wir beginnen mit den Fechtübungen, wenn Sie bereit sind," sagte ich ihr. Sie zwinkerte mich stumpfsinnig an.


"Fechtübungen --? Aber wir haben gar keine Schwerter --"


"Hierfür benötigen wir keine Schwerter. Ich zeige es Euch."


Sie war wieder zu Atem gekommen und ich erklärte ihr, daß die Übungen, die ich ihr zeigen würde, ein wenig wie t'ai chi waren, in der Hinsicht, daß sie Gleichgewicht und Kontrolle lehren sollten. Sie dachte, damit zurechtkommen zu können.


Ich demonstrierte die Positionen und Bewegungen, sie kopierte sie, so gut sie konnte. Es war hauptsächlich einführendes Atmen und Gleichgewichtsübungen. Von Zeit zu Zeit musste ich pausieren und sie korrigieren aber sie schien schnellen Zugang dazu zu finden. Es schien ihr sogar Spaß zu machen.


"Es gefällt mir, wie Du unterrichtest," sagte sie mir, als wir die Stunde beendet hatten. "Es ist besser, als von meiner schwertschwingenden Großmutter um den Hinterhof gejagt zu werden."


"Es gibt... viel darüber zu lernen, was es bedeutet ein Krieger zu sein," sagte ich als wir zu ihrem Appartement zurückgingen. "Es ist... eine Geisteshaltung. Eine Bewußtheit Deines Körpers und allem um Dich herum, und wie alles mit Dir zusammenhängt. Wenn Sie ordentlich trainiert sind, dann brauchen Sie keine Waffe, dann sind Sie selbst ihre eigene größte Waffe."


"Meine Großmutter Penny denkt schreien und zuschlagen würde ziemlich gut funktionieren."


"Ich weiß. Und sie vermisst drei ihrer vier Gliedmaßen."


Kathryn sah sowohl entrüsted aus, wegen meiner Offenheit, stimmte aber auch zu.


"Wenn man ruhig bleibt und im Gleichgewicht, dann kann man Energie sparen und die Stärke eines Gegeners gegen sie verwenden. Wenn man entspannt bleibt, dann kann man offen bleiben für alle Wege von Angriff und Verteidigung und ein effektiverer Kämpfer sein," fuhr ich fort, als wir ihr Gebäude betraten und die Treppe hinaufgingen. Die Treppe zu nehmen anstatt des Aufzugs war ein weiterer Teil ihres Trainingsplans.


"Du hörst Dich an, als würde ich viel kämpfen müssen," stellte sie fest. "Als Fürstin, habe ich da nicht Leute dafür?"


Sie haben einen langen Weg vor sich, bevor Sie Fürstin werden," warnte ich sie. "Und eine Fürstin muß beweisen, daß sie würdig ist, die Position innezuhaben. Sie mögen sie durch Erbschaft erlangen, aber Sie bleiben an der Macht durch die Kraft Ihres Willens. Ja, Sie können Ihre eigene "Gruppe von Würdigen" haben, die Sie unterstützen -- aber um so eine Gruppe der Würdigen anzuziehen, müssen Sie sie so beeindrucken, daß sie Sie unterstützen wollen." Ich nahm davon Abstand zu erwähnen, daß sie so, wie sie jetzt war, niemanden in der Maramasai beeindrucken würde.


Wir erreichten ihre Tür. Sie zog ihren Schlüssel an seiner Kette um ihren Hals und schloß das Appartment auf. "Wie ist meine Urgroßmutter so?" fragte sie, als sie in die Küche ging und zwei Flaschen Wasser mitbrachte und mir eine hinhielt.


Ich öffnete sie und dachte über die Frage nach. "Stellen Sie sich Ihren Großvater Reggie vor, mit unbegrenzter Macht," sagte ich, "und keine Penthesilia, um ihn auf dem Boden zu halten."


Sie prustete auf den Boden.


"Heilige Scheiße!" schnappte sie nach Luft und starrte mich an. "Heilige Scheiße! Und Du arbeitest für sie?!"


"Ja," sagte ich erschöpft und nahm ihr Handtuch, um das verschüttete Wasser aufzunehmen. Dann räumte ich ein, "So schlimm ist sie nicht... wenn man sich an sie gewöhnt hat. Das meiste ist geschauspielert, um ihre Gegner aus dem Gleichgewicht zu halten. Ich habe festgestellt, daß sie ziemlich scharfsinnig und clever ist, auf ihre Weise." Ich wischte über meine Brille. "Sie ist netter zu mir, als meine eigene Mutter es je war," endete ich mit ruhiger Stimme.


"Oh." Ihre Schultern sackten zusammen und ihre Augen suchten mein Gesicht ab nach einem Hinweis auf Gefühle, fand aber nichts, mit dem sie etwas anfangen konnte.


"Hey... ich gehe jetzt besser unter die Dusche, ich muß in einer Stunde auf der Arbeit sein," sagte sie dann. "Könntest Du Deine Magie in der Küche wirken und uns etwas zum Frühstück machen?"


"Ich werde mir Mühe geben, Ma'am."


"Großartig!" sagte sie heiter und verschwand in ihrem Schlafzimmer. Ich bezweifelte, daß sie so fröhlich blieb, sobald sie herausfand, daß das Frühstück aus einer halben Honigmelone bestehen würde. Aber ich hatte meine Anweisungen von Madame Fisi."


(Fortsetzung folgt)




Copyright by, Kathryn Garrison Kellogg


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