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Freds Tagebuch #43

Eintrag #43 Mein Tagebuch, von Frederick Usiku Krüger Natürlich, sobald wir auf dem Weg waren, versagte Horn fast sofort, indem er Kathryn erlaubte zu mir herüber zu galoppieren und mich in ein Gespräch zu verwickeln. Wenigstens hatten wir uns mit Insektenabwehrmittel eingenebelt und der Wind war ruhig, so daß ich sie nicht riechen konnte. Aber sie stellte mir viele Fragen, die ich nicht wirklich beantworten wollte -- hauptsächlich warf sie mir vor, sie über Vyschuss und Jinjur belogen zu haben und ich erinnerte sie daran, daß ich ihr zahlreiche Male davon erzählt hatte, daß sie Rivalen für ihren Anspruch hatte, daß ich lediglich nie die Namen genannt hatte. Zu meiner großen Erleichterung akzeptierte sie dies und war danach nicht mehr so feindselig mir gegenüber. Sie fragte mich zu der Situation in Rackenroon in Bezug auf diese neue Information und ich war so ehrlich mit ihr, wie ich konnte. Ich erzählte ihr, daß sie eine Bedrohung wären, die so schnell wie möglich neutralisiert werden mußte, weil sie ansonsten einen Bürgerkrieg provozieren würden. Sie fand den Gedanken sehr belastend. Ich erinnerte sie, dass es in Afrika hieß töten oder getötet werden. Ich gestand ihr, daß ich fürchtete ins Gefängnis zu kommen oder getötet zu werden, sollte eine ihrer Rivalinnen den Thron besteigen, sie äußerte sich sehr bestürzt, als sie hörte, daß meine Eltern nicht intervenieren würden, um mich von dem Vertrag zu retten, den sie geschlossen hatten. Sie verstand jetzt, warum ich so darauf aus war -- nein, verzweifelt -- daß sie ihr Geburtsrecht als nächste Fürstin akzeptierte. Ihr Mitgefühl inspirierte sie dazu, zu versuchen, mich über persönliche Dinge auszufragen. Sie glaubte vielleicht zu zeigen, daß sie sich um mich sorgte, indem sie ein Interesse an meiner Vergangenheit äußerte. Ich muß zugeben, sie war in einer merkwürdigen Laune, was ich nur so erklären kann, als daß sie in Hitze war. Augenscheinlich hatte die Entdeckung, daß ich diesen Ratgeber am vorhergehenden Abend gelesen hatte, ihre Gedanken beschäftigt. Sie wies darauf hin, daß sie erotische Träume über mich gehabt hatte, vielleicht in der Hoffnung, mich zu einer peinlichen Beichte zu verleiten. Sie muß mein Schuldbewußtsein wahrgenommen haben, so wie ich mich weigerte, sie direkt anzusehen. Ich zögerte, die Unterhaltung fortzuführen, aus Furcht, wohin das führen könnte, aber mir fiel nichts ein, womit ich mich hätte entschuldigen können, es gab einfach nichts auf der offenen Savanne, wo ich mich hätte verstecken können. Ich versuchte, knapp, aber höflich in meinen Antworten zu sein. Ich tat, was ich konnte, um ihre Neugier höflich abzulenken, aber das machte sie nur noch hartnäckiger -- und am Ende, nach einigem an neckischem flirten, hatte sie Erfolg damit mir eine Zustimmung sie zu treffen abzuringen, in ihrem Zelt, später am Abend. Ich bereute es, sobald ich es ausgesprochen hatte, und verschiedene Male an diesem Nachmittag, versuchte ich mich von unserer Verabredung zu entschuldigen, ohne ihr zu verraten, daß ich von ihrer delikaten Situation wußte, es half alles nichts -- ich war nie wirklich in der Lage den Satz zu beenden. Weißt Du, wir waren sehr damit beschäftigt, Horn zu helfen, die Zelte aufzustellen, wozu wir gezwungen waren, als wir entdeckten, daß die Furt über den Ciabatta Fluß durch einen heftigen Regen früher am Tag unpassierbar war. Er dachte, der Fluß wäre zu gefährlich, um ihn zu überqueren und daß wir weniger Zeit verschwenden würden, indem wir ein Lager aufschlagen und es abwarten würden, als es brauchen würde, eine halbe Tagesreise flußaufwärts zu der Brücke zu reisen, was zudem das Gebiet einer feindseligen Bande von Shaolin Affen wäre. Da sie Meister in der Kunst des werf-schiss waren, hielt Horn es für das beste, sich nicht mit ihnen anzulegen. Als die Nacht heraufzog, war ich in einem Zustand jämmerlicher Panik, weil meine Vorstellung mir Streiche spielte, was verheerend ist, wenn es einem Krieger passiert. Ein Krieger sorgt sich nicht. Ein Krieger sieht jedem Problem ins Gesicht und stellt sich ihm entgegen, wenn es auftaucht. Und das war genau, was ich entschied zu tun. Ich würde mit der Herausforderung wachsen. Ich würde ihr die beste verdammte Verabredung ihres Lebens geben. Auch wenn wir in der Mitte von Nirgendwo waren, ohne eine Zuflucht -- ich wußte genau was ich tun würde. Ich duschte, ich kleidete mich in eine saubere Uniform, ich kümmerte mich um meine Erscheinung wie niemals zuvor, und die ganze Zeit spielte ich meinen Schlachtplan im Kopf durch. Sie war eine Burg und ich würde sie erstürmen und erobern. Ich würde damit beginnen, ihre linke Flanke einzukreisen. Dann würde ich ihre Brustwehr unterminieren... ihre Nachhut hart bearbeiten... ihre bedingungslose Kapitulation verlangen... und beim Höhepunkt des Gefechts, wenn sie um Erlösung flehte, würde ich ihre Verteidigung durchdringen mit meinem Rammbock. Oh... und... versuchen nicht während des Ganzen in Ohnmacht zu fallen. Ich war entschlossen, meine Träume in die Realität umzusetzen. Versagen war keine Option. Nicht dran zu denken. Ich fürchte, ich steigerte mich ziemlich hinein, wenn ich daran denke. Tatsächlich war ich so in meine Pläne vertieft, ich hatte mich selbst davon überzeugt, daß ich in der Nacht "Glück" haben würde und verdammt seien die Brigade, der Vertrag, soziale Ordnung, Konventionen und meine Eltern. Ich fühlte mich wie das erste mal, als ich meinen Lotus auf der Rennstrecke fuhr -- voller Angst aber auch beschwingt. Und genau wie an dem Tag, schrien meine Nerven, wie ein Motor am Ende des zweiten Ganges, der unbedingt in den dritten geschaltet werden musste, bevor er sich selbst in Stücke riß. Aber gerade bevor ich mit dem Herausputzen fertig war, steckte sie ihren Kopf in mein Zelt und sagte mir, sie hätte es sich überlegt, sich an die Beschränkungen meines Vertrages erinnert und da sie mich nicht in Schwierigkeiten bringen wollte, würde sie mich vom Haken lassen und mich in Ruhe lassen. Die Sache war nur, inzwischen wollte ich nicht mehr in Ruhe gelassen werden. Meine beschwingte Vorfreude verwandelte sich in die wilde Wut des Sitzengelassenen. Wie konnte diese Schnepfe so mit meinen Gefühlen spielen! Mein aufgestautes Verlangen, zu Schaum geschlagen von meiner eigenen übersteigerten Einbildung, brauchte ein Ventil. Weil ich meinen frustrierten Zorn nicht an ihr auslassen konnte, ließ ich es an meinem Zelt aus, nahm mein Schwert, um meine Möbel in Stücke zu hauen, in dem peinlichsten Schauspiel der schlimmsten Berserker Neigungen meiner Spezies. Nichts entkam meinem Furor, nicht einmal meine arme, treue Reisetruhe, deren gewölbten Deckel ich mit einem wilden Schlag durchbrach, der eine offene, zerfetzte Wunde in ihrer hölzernen Hülle hinterließ. Glücklicherweise fühlen Roboter keinen Schmerz. Als ich schließlich beinahe zu erschöpft war, um zu stehen, beruhigte ich mich und, beschämt von dem, was ich getan hatte, rollte ich mich auf meinem zerstörten Feldbett zusammen und schlief den unruhigen Schlaf des schlechten Gewissens. Ich träumte, ich hätte mich in ihr Zelt geschlichen, weckte sie mit einem fadenscheinigen Vorwand, so daß ich sie leidenschaftlich küssen und ihr sagen konnte, wie sehr ich Sex mit ihr wollte, sie in mein Zelt einlud und mich ihr meine Leistungsfähigkeit beweisen ließ. Ich wachte auf mit einem Schnappen nach Luft. Ich drehte mich um und wünschte, ich hätte die Betäubungsmittel noch. Dann hatte ich einen anderen bizarren Traum, der noch viel verstörender war, wie der andere. Ich träumte, daß Sandy mich erwischt hatte, wie ich um ihr Zelt herumschlich und dabei war mich zu Brei zu schlagen, als ich durch das Einschreiten von -- mir selbst gerettet wurde. Diese andere Version von mir schien eine schreckliche Verwandlung durchgemacht zu haben. Er sah ausgezehrt aus. Obwohl er noch die gleiche Uniform trug, waren alle goldenen Abzeichen abgerissen worden, die hinterbliebenen Fäden baumelten herab. Seine Mähne war kurz geschoren und er trug eine andere Brille. Er warnte Sandy und mich, daß er aus der Zukunft wäre und daß, wenn wir nicht mit dem kämpfen aufhörten und zusammenarbeiteten, um Kathryn zu schützen, beide sie und Sandy am Tag unserer Hochzeit von Löwen Attentätern ermordet würden. Er sagte mir geradeheraus, daß es seine -- meine -- unsere Schuld war, daß die Mädchen getötet worden waren -- und zwar, weil er keine Emotionen für Kathryn aufgebracht hatte, nach einem Streit mit ihr, war er am Morgen der Hochzeit fortgelaufen und nicht dagewesen, um sie zu beschützen. Um es noch schlimmer zu machen, war das Land in einen Bürgerkrieg gerutscht. Verantwortlich gemacht für diese Tragödie, war er zu öffentlicher Entehrung und Erniedrigung verurteilt worden, die Rang und Ehrenabzeichen wurden ihm abgenommen, die Mähne geschoren, sein Eigentum eingezogen und er zum inneren Exil verbannt. Als ein geschmähter Ausgestoßener zu leben, war ein Schicksal, weit schlimmer als der Tod. Ihm wurde allerdings ein Telefonanruf erlaubt, den er an Professor Brown machte. Ihr Großvater sammelte offensichtlich Zeitmaschinen und hatte diese zukünftige Version von mir eine leihen lassen, um zurück zu gehen und die Vergangenheit zu reparieren und dieses schreckliche Ereignis zu verhindern. "Du musst Dich in Sie verlieben," bedrängte er mich. "Ihr müsst als vereintes Team zusammenarbeiten, um das Land vor seinen Feinden zu retten. Weih sie ein. Sie ist eine gute Person. Sie kann Dir auf Weisen helfen, die Du Dir nicht vorstellen kannst." Dann erzählte uns mein Doppelgänger, wir müssten alles tun, was notwendig wäre um sicherzustellen, daß Kathryn Fürstin würde. Er schickte uns zurück zu unseren Zelten mit der Ermahnung, daß wir seinen Besuch niemandem gegenüber erwähnen dürften. Ich blickte zurück über meine Schulter und sah ihn eine Tür im Stamm eines ziemlich dünnen Baumes öffnen und hineintreten; im nächsten Moment verschwand der Baum. Nach diesem verrückten Traum, fiel ich in einen tiefen Schlaf und erwachte schließlich vom drücken meiner Blase. Die Erinnerung an den Traum ängstigte mich, so daß ich gar nicht mehr schlafen ging, sondern die verbleibende Nacht damit verbrachte, mein Tagebuch auf den neuesten Stand zu bringen. Als der Morgen schließlich kam, flitzte ich zum Küchenzelt um hastig zu frühstücken. Ich wollte Kathryn so gut ausweichen, wie ich konnte, nachdem, was am Abend zuvor geschehen war -- Ich war noch immer ziemlich sauer auf sie, aber ich schämte mich auch für mein unziemliches Betragen. Und dann war da natürlich noch der besorgniserregende Traum. Ich versuchte, ihn zu vergessen, indem ich einen Spaziergang um die Campeinfriedung herum machte. Es war ein wundervoller Morgen, wirklich, trotz meiner geistigen Aufgewühltheit. Der Regen hatte den Staub aus der Luft gewaschen und der Fluß hatte sich etwas gesenkt, obwohl er noch immer rot vor Schlamm war. Eine Gruppe Flußpferde war draußen für ein langgezogenes Bad und etwas Tratsch. Ich fühlte gerade, wie meine Nerven sich beruhigten, als ein Ruf von Sandy mein spazieren beendete. Sie kam zu mir und sagte, "Hey, Lieutenant -- hat das Deine Nase die letzten Tage belästigt?" und steckte kurzerhand eine kleine Flasche unter meine Nase. Ich schnüffelte im Reflex und wich vor Schreck und Furcht zurück, weil es ein fast unkontrollierbares Verlangen in mir auslöste, Fräulein Sandy anzuspringen und sie zu vergewaltigen. Was natürlich bei unserer Spezies unmöglich ist, ganz zu schweigen von der Abscheulichkeit der Idee auf so vielen Ebenen. Mich unterwürfig zurückziehend, wie ein Vampier, der vom Sonnenlicht überrascht wurde, verlangte ich zu wissen, was das für ein übles Gift war, mit dem sie mich heimgesucht hatte und woher sie es hatte. Sie sagte, es wäre ein Deodorant, das Kathryn in einem Geschenkekorb in ihrem Badehaus gefunden hatte. Mit zitternden Händen, kämpfte ich gegen meine Urtriebe und fragte sie, mit schwankender Stimme, ob ich den unangenehmen Gegenstand sehen könnte und sie gab ihn mir. Ich hielt den Atem an, als ich den Aufkleber las, auf dem in Swahili stand "Dschungel Hitze. Für Hyänen. Mit Pheromonen gemacht. Für die extra Dimension an Vergnügen. Weckt deine Sinne." Sie hätten hinzufügen können, "Schlag Dir selbst mit einem Ziegel ins Gesicht," weil es genau das war, was ich gerade tun wollte. Pheromonbasiertes Deodorant --?" Wollt ihr mich AUF DEN ARM NEHMEN?! Ich warf es so weit hinaus in den schnellfließenden Ciabatta, wie ich konnte. Sandy gefiel das überhaupt nicht; offensichtlich konnte sie kein Swahili lesen. Aber ich konnte es und da war ein freudiger Schwung in meinen Schritten, als ich mich von ihr entfernte, weil ich jetzt wußte, daß mein Problem gelöst war und ich vom metaphorischem Haken war. Kathryn war gar nicht in Hitze -- es war nur ein weiterer elender Trick der Fürstin -- und sobald der Geruch dieses vermaledeiten Deodorants aus meinem Kopf war, würde ich wieder normal sein! Oh, was für ein fabelhafter Tag! Juppheidi, Juppheida! Horn sah das alles nicht im gleichen Licht. Er schien sogar ziemlich aufgebracht zu sein, daß ich so erfreut war zu entdecken, daß meine romantische Reaktion Kathryn gegenüber künstlich hervorgerufen worden war. Er beschuldigte mich ein Idiot zu sein, daß ich mich so über etwas aufregte, daß sich am Ende als ein Irrtum herausstellte. Offensichtlich hatte ich noch nie eine Hyäne in Hitze gerochen und deshalb voreilige Schlüsse gezogen, mich in diesem Zusammenhang so aufgeregt, daß ich mein Zelt zerstörte, als sie sich weigerte sich mit mir einzulassen. Obwohl das stimmte, erinnerte ich ihn daran, daß es nicht zur Gänze ein Irrtum war -- das Deodorant enthielt Hyänenpheromone und speziell zur Verfügung gestellt um den gewünschten Effekt zu erzeugen. Murmelnd, daß er davon ausginge, sie würde mich betrunken machen müssen, um unsere Hochzeitsnacht genießen zu können, stand er vom Frühstückstisch auf und ging verärgert. Vielleich sollte ich in Betracht ziehen, daß er an der ganzen Affaire beteiligt war -- war er nicht der Vertraute Ihrer Hoheit? Und war er nicht der Kommandant dieser Expedition? Vielleicht hatte er es sogar selbst vorgeschlagen -- sein unelegantes Drängen "es hinter mich zu bringen" schien verdächtig. Hatte Sandys Entdeckung seine eigene schändliche Intrige vereitelt? Und was hätte er davon, wenn er mich zu Ausschweifungen ermutigte? Außer einer perversen Befriedigung, vielleicht. Ich hätte mir über diese Dinge Gedanken machen sollen, aber ich habe es nicht. Ich wollte nur zurück zu meinem Zelt, diese peinliche Unordnung aufräumen und mich wieder auf die Reise machen. Oh. Und meine Nase mit einem ordentlichen Hauch frischen Zebradungs befreien. Copyright by, Kathryn Garrison Kellogg

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