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Freds Tagebuch #7

Eintrag #7 Mein Tagebuch, von Frederick Usiku Krüger






"Mutter erlaubt mir keine Korrekturoperation an meinen Augen. Sie traut den Ärzten nicht, nachdem der Kaiserschnitt sie beinahe getötet hätte und sie unfruchtbar machte. Und da ich ihr einziger Erbe bin, ängstigte sie der Gedanke, daß mir unter Narkose etwas unvorhergesehenes passieren könnte. Wie ich sie sagen hörte, hat sie zu viel in mich investiert, um mich bei etwas so überflüssigem, wie Augen lasern aufs Spiel zu setzen.


"Obwohl es vielleicht paranoid erscheint, kann ich fast ihren Standpunkt sehen (ohne Scherz). Was könnte einen ihrer Feinde oder Rivalen davon abhalten, den Augenarzt zu bestechen, mir eine tödliche oder hirnschädigende Überdosis Gas zu verabreichen? Wenn es um Milliarden von Dollars geht, dann erscheinen einige hundert Millionen Dollar wie Kleingeld.


"Also muss ich mich an diese neue Brille gewöhnen, die mein Vater für mich hat machen lassen. In gewisser Weise mag ich es, Brillen zu tragen... sie helfen dabei, meine Emotionen zu verbergen. Während ich mein Gesicht ziemlich unbewegt aussehen lassen kann, habe ich festgestellt, daß meine Augen unglücklicherweise sehr ausdrucksstark sind, also gibt mir ihr verstecken hinter undurchsichtigen Gläsern zusätzlich Profil. Und so sind die Gläser, obwohl notwendig, so groß und rund, daß sie mir eine eulenartige Erscheinung geben, die den Eindruck verstärkt, nichts weiter als eine gelehrte kleine Kreatur zu sein -- genau das Image, das ich versuche zu vermitteln. Sicherlich, kleiner als der Durchschnitt zu sein, bringt mich bereits in physischen Nachteil gegenüber anderen Hyänen, aber die Übungen und das Training, dem ich mich seit einigen Jahren unterziehe, haben meinen Körper zu einer perfekten Waffe geformt. Aber das muss niemand wissen. Lass sie mich unterschätzen und die Folgen spüren!


Es ist schwierig, hier in Rackenroon mit meinem Training fortzufahren, weil ich es im geheimen tun muss. Ich habe entdeckt, daß die Hügel hinter dem Palast perfekt für Jogging sind. Niemand sonst geht dort hinauf und so kann ich nach Herzenslust trainieren. Die Aussicht auf den See von hier oben ist spektakulär. Dieser Ort könnte sehr schön sein, wenn es nicht so ein abgewirtschaftetes Höllenloch wäre.


"Ich habe auch dafür gesorgt, daß meine Uniformen für mich maßgeschneidert werden, von der gleichen Londoner Firma, die die Garderobe für meinen Vater macht. Sie sind nach dem offiziellen Brigadedesign gemacht, in den Farben von Rackenroon (scharlachrot und weißgrau, für Blut und Knochen) aber ich lasse sie eine oder zwei Größen weiter schneidern -- um den Eindruck zu verstärken, daß ich zu klein bin, um eine Bedrohung darzustellen. Die anderen Hyänenmänner in der Heimatgarde tragen Uniformen, die praktisch aus den Nähten platzen. Ich finde, es läßt sie aussehen, als würden sie gezwungen, die Kleidung ihrer kleinen Brüder zu tragen, aber sie scheinen zu denken, der look betone ihre Muskeln."





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